Und welcher Politiker setzt sich eigentlich dafür ein, dass auch mein Wohnquartier endlich in Google Streetview erfasst wird? Ich fühle mich hier sehr benachteiligt.
Sonntag, 30. Mai 2010
Staat vs. Google
Freitag, 21. Mai 2010
Mittwoch, 19. Mai 2010
Einfachere Privatsphären-Einstellung bei Facebook
Montag, 17. Mai 2010
Wer bedroht meine Privatsphäre?
Die Diskussion über den Schutz der Privatsphäre bei Google und Facebook lenkt ab vor der immer dichteren Überwachung des öffentlichen Raumes durch private und staatliche Initiativen. Einigen Politikern und privaten Sicherheitsunternehmen kann dies nur recht sein. Einige Schlagzeilen aus den letzten Monaten:
- Angst vor totaler staatlicher Überwachung (Basler Zeitung)
- Totale Überwachung in Manhatten (Basler Zeitung)
- Massive Sicherheitslecks bei Funk-Überwachungskameras (netzpolitik.org)
- Heikles Überall-TV (taz)
- Heimliche Webcam-Aufnahmen - Datenskandal an US-Schule weitet sich aus (netzwelt.de)
Foto via Flickr unter (CC)
Freitag, 14. Mai 2010
Facebook und meine ultimative Firewall
Ist das bei Facebook überhaupt möglich, alles öffentlich zu machen (abgesehen mal vom Passwort)? Ich kenne die Optionen von Facebook nicht genau genug, um dies zu beantworten.
Genau in die andere Richtung geht Jason Clark in seinem Beitrag bei downloadsquad.com. Seine Einstellungen zur Privatsphäre waren so restriktiv wie möglich. Dennoch fühlte Jason sich unwohl und hat sich nun entschieden, sein Facebook-Account zu löschen. Jasons Argumente liegen dabei weniger bei der Befürchtung, ungewollt könnten Daten an eine breite Öffentlichkeit gelangen. Das Unbehagen entzündet sich vor allem an der Firmenpolitik und -entwicklung von Facebook. Facebook sage uns, wir könnten ihnen vertrauen. Aber dann würden die Regeln innerhalb der ohnehin sehr komplexen Bestimmungen zur Privatsphäre laufend geändert.
Eine Übersicht über die komplexen Privateinstellungen bei Facebook gibt die New York Post (via Livehacker). Es sind über 170 Einstellungen möglich - nach oben offen, denn z.B. für jedes Fotoalbum können wieder individuelle Einstellungen getroffen werden. Viele beklagen sich über den immensen Aufwand, den restriktive Einstellungen erfordern. Aber auch das gilt in beide Richtungen. Sascha schreibt: "Also ich fand, ich musste gerade schon ordentlich klicken, um alles öffentlich zu machen."
Mein Fazit aus der Diskussion: Die Einstellungen zu meiner Privatsphäre beginnt nicht auf einem Facebook-Formular. Sie beginnt bei mir, meinen Absichten und meinem Augenmass. Meine Daten gehören mir. Ich entscheide, was ich verschweige und was ich veröffentliche. Und letzteres heisst eben veröffentlichen. Im Internet heisst das im Klartext, was einmal draussen ist, das ist und bliebt irgendwo in der Datenwolke zugänglich und kann durch Dritte weiter publiziert werden. Meine Schädeldecke ist die einzige ultimative Firewall. Für alles, was hinter dieser Firewall abläuft gilt: "Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? ... Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschiessen. Es bleibet dabei, die Gedanken sind frei."
Lena Doppel kommentiert Sascha Pallenbergs Facebook-Beitrag: "Wer glaubt, dass facebook 'privates herumblödeln' ist und nicht 'mediales tun', der sollte ohnehin noch einmal genauer nachdenken - und sich anschliessend ein versperrbares Poesie-Albumg in der Papierhandlung kaufen." Dazu nur: Mancher Filmplot basiert darauf, dass eben auch private, handschriftliche Notizen für andere zugänglich sind. Interessant sind für mich deshalb immer wieder auch Projekte, die "analoge" Notizformen mit der Cloud verknüpfen. Zwei Beispiele: Anthroposts von Noah Pedrini oder Twitter goes Notizbuch von Michaela von Aichenberger.
Ich selbst bin meine ultimative Firewall und bestimme autonom, was ich veröffentliche und was ich für mich behalte. Freie Meinungsäusserung heisst eben auch, schweigen dürfen.
Foto von Matthias Wassermann mit freundlicher Erlaubnis des Fotographen; alle Rechte für die Verwendung beim Fotografen.
Montag, 3. Mai 2010
«Facebook is grossoartig»
Sonntag, 2. Mai 2010
Facebook: Privatsphäre beginnt im Kopf
Meine Privatsphäre muss zuerst in meinem Kopf richtig eingestellt werden.
Hello World
Ich habe Ideen, von denen soll möglichst die ganze Welt erfahren. Hinaus damit - ins Internet, in meine Blogs, zu Facebook, Twitter und wohin auch immer. Der langweilige Standard-Post «Hello World» eines neuen Wordpress-Blogs ist deshalb sehr treffend und aussagekräftig: Aufforderdung - schreib, was du der Welt zu sagen hast; Warnung zur Wahrung der Privatsphäre - die ganze Welt liest, was du hier schreibst, theortisch. Wenn meine Zugriffsstatistik die Grössenordnung der Weltbevölkerung erreicht, wird eine Flasche Sekt Champagner geöffnet.
Hello Friends
Bei Facebok kann ich Nachrichten und Informationen für meine Freunde hinterlassen. Immer fällt die Vorentscheidung in meinem Kopf: Will ich diese Information meinen Freunden losgelöst von einer konreten Lebens- oder Gesprächssituation zugänglich machen oder zumuten? Nehme ich in Kauf, dass diese Information zusammenhangslos gelesen und weiterverbreitet werden kann?
Wenn ich diese Fragen bejahe und meinen Beitrag schreibe, stelle ich oft fest: Eigentlich kann ich dass jetzt auch an die Adresse «Hello World» schreiben. Manchmal denke ich nein, das ist jetzt wirklich gut, aber für einen exklusiveren Kreis gedacht.
Hallo Schatz
Hier hört mein Verständnis für die Offenheit mancher Facebook User auf. Es ist ja süss, wenn ein zwei Teenager sich tagelang mit Pussybärchen und Liebesschwüren eindecken, wenn ein Fotoalbum sich mit Kuschbildern füllt. Wissen die, dass auch Erwachsene mitlesen, Oma, Tante Hilde oder der Musiklehrer? Und selbst mir fällt dann auf, wenn das Fotoalbum plötzlich gelöscht wird und die Kuschelbärchen verschwinden. Ob 15 oder 50, für die grosse Liebe als Teenager, in der Midlife Crisis oder in einer langjährigen Beziehung gibt es bessere Kommunikationswege. Facebook und andere Internetdienste sind da nicht die Idealplattform.
Findest du nicht auch, mein Schatz?
Foto via Flickr unter CC